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Photo Tour Switzerland | September 2025 | 2/2

Teil 2 / 5. – 7. September 2025


Ein fotografisches Abenteuer unserer Photo Tour durch das Berner Oberland und die Zentralschweiz



Nach den intensiven ersten Tagen in den Alpen verlagerte sich der Rhythmus der Photo Tour Switzerland.


Teil 2 der Photo Tour erzählt vom bewussten Verlangsamen, vom Raum zwischen den Highlights – und davon, wie sich Landschaft, Gruppe und Perspektive weiterentwickelten.



Photo Tour Switzerland Reiseroute Teil 2
Reiseroute Teil 2 der Photo Tour Switzerland (dunkelblau eingezeichnet)

Vom Berner Oberland über ikonische Naturorte bis zurück in die Stadt wurde die Reise leiser, gleichzeitig reifer. Nicht weniger eindrücklich – sondern tiefer.


Hinweis: sämtlich Bilder habe ich mit meinem Mobiltelefon gemacht, on the go mit demselben in Lightroom bearbeitet und für diesen Blog stark verkleinert.


Teil 2 knüpft an die ersten Tage der Photo Tour an.

Wenn du den Beginn der Reise nachlesen möchtest, findest du ihn hier:



Tag 5 – Ein bewusster Gang runterschalten


Der sechste Tag begann regnerisch und ruhig. Tiefe Wolken lagen über Grindelwald, das Licht war weich, das Tempo automatisch langsamer. Statt gegen die Bedingungen anzukämpfen, entschieden wir uns bewusst für einen Lazy Day.


Jede und jeder nutzte diese Zeit auf eigene Weise: ausschlafen, durch das Dorf schlendern, Bilder sichten, telefonieren mit den Liebsten zu Hause oder einfach nichts tun. Gerade nach intensiven Reisetagen war dieser Freiraum spürbar wohltuend.


Bartische mit Stühlen aus Holz mit Notebooks, Profikameras und Mobile Phones darauf.
Spontane Photo Editing Session

Spontan bot ich an, für alle Interessierten eine gemeinsame Editing-Session zu machen. Ohne Verpflichtung, ohne festes Programm. Wer Lust hatte, kam zur vereinbarten Zeit nach unten, brachte eigene Bilder mit – und wir arbeiteten gemeinsam daran.


Für ein bis zwei Stunden ging es um konkrete Fragen, meinen persönlichen Workflow, kleine Tricks und Entscheidungen, die in der Bildbearbeitung oft den Unterschied machen. Es war kein klassischer Workshop, sondern ein offener Austausch auf Augenhöhe – konzentriert, praxisnah und genau im richtigen Moment der Reise.


Diese Mischung aus Rückzug und freiwilliger Vertiefung passte perfekt zu diesem Tag. Sie zeigte einmal mehr, dass diese Reise nicht nur vom Unterwegssein lebte, sondern auch vom bewussten Innehalten und Teilen von Wissen.




Tag 6 – Wenn sich das Warten lohnt


Am nächsten Morgen zeigte sich Grindelwald von seiner besten Seite. Die Wolken waren verschwunden, die Berge klar gezeichnet, das Licht ruhig und präzise. Genau der richtige Moment für den Grindelwald First.


Wir fuhren hinauf, mit dieser Mischung aus Vorfreude und Konzentration, die entsteht, wenn man weiss: Heute wird gut. Oben angekommen öffnete sich der Raum. Weite, Tiefe, Linien – ein Ort, der fotografisch fast zu viel bietet und deshalb umso mehr Aufmerksamkeit verlangt.


Eine kleine Episode sorgte für Schmunzeln: Eine Teilnehmerin hatte kurz vergessen, zu welcher Zeit wir uns wieder sammeln mussten – und stand gedanklich bereits am Anfang einer Wanderung. Während die Gruppe längst wieder Richtung Tal unterwegs war. Es war einer dieser Momente, die zeigen, wie leicht man sich in dieser Landschaft verliert. Alles löste sich ruhig, unkompliziert und mit einem Lächeln. Niemand wartete unnötig, niemand fühlte sich gehetzt. Genau so, wie es sein soll.


Nach dem First ging es weiter zu den St. Beatus-Höhlen. Während die Gruppe die Höhlen erkundete und fotografierte, fuhr der Fahrer zurück zur First Talstation, um die Teilnehmerin wieder einzusammeln. Das Timing passte perfekt – alle waren zufrieden, entspannt, im Flow.

Die Höhlen selbst bildeten einen spannenden Kontrast zum offenen Bergpanorama: Dunkelheit, Struktur, Feuchtigkeit. Ein Ort, der Konzentration verlangt und fotografisch ganz andere Entscheidungen fordert.



Interlaken, Brienz & Giesbach – ikonische Schweiz


Nach den Höhlen fuhren wir weiter nach Interlaken. Klassisch, ikonisch, fast filmisch. Wir spazierten durch den wunderschönen Garten beim Casino Interlaken, entdeckten die Statue von Yash Chopra, eingerahmt von Grün, Bergen und gepflegter Symmetrie. Ein Ort, der zeigt, wie sehr sich Natur und Inszenierung hier seit Jahrzehnten die Hand geben.



In Brienz legten wir einen kurzen, ungezwungenen Stopp ein. Ein schneller Einkauf im Supermarkt, dann hinunter zum See. Wasser, Licht, Ruhe. Niemand sprach viel. Es war einer dieser stillen Momente, die oft die stärksten Bilder hervorbringen.


Weiter ging es zu den Giessbachfällen und dem historischen Grandhotel Giessbach. Der Wald, die Wege, das Rauschen des Wassers – ein Ort, der dazu einlädt, sich zu verlieren. Einige aus der Gruppe brauchten etwas länger, um den Weg zurückzufinden. Nicht aus Unordnung, sondern weil die Wasserfälle magnetisch wirkten. Kameras wurden ausgepackt, Stative aufgebaut, Langzeitbelichtungen gemacht. Niemand wollte diesen Moment überstürzen.



Der letzte gemeinsame Abend


Nach der Ankunft im Paxmontana war sofort klar: Dieser Ort ist ikonisch.


Kaum im Paxmontana angekommen, war spürbar, dass dieser Ort anders ist.Noch bevor sich die Gruppe richtig eingerichtet hatte, verschwanden zwei Teilnehmer kurz in ihren Zimmern – nur um wenig später mit ihren Drohnen wieder aufzutauchen. Kein grosses Aufsehen, kein hektisches Vorbereiten. Nur dieses leise, fast meditative Surren, das sich langsam über die Landschaft legte.


Ich beobachtete das Ganze von meinem Balkon aus. Die Sonne stand tief, das Licht wurde weich, golden, beinahe schwerelos. Die Drohnen bewegten sich ruhig, präzise, als würden sie die Stille respektieren, die diesen Ort umgab. Kein Wind, kein Lärm – nur diese schwebenden Punkte am Himmel und eine unglaubliche Ruhe, die sich ausbreitete.


Es war einer dieser seltenen Momente, in denen alles zusammenkommt: Architektur, Landschaft, Licht und Konzentration. Kein Bedürfnis zu sprechen, nichts festzuhalten ausser dem Augenblick selbst.Genau deshalb war das Paxmontana der perfekte Ort für diesen Abschnitt der Reise – nicht nur als Hotel, sondern als Raum zum Ankommen, Durchatmen und Sehen.


Wir hatten ein separates Dinner nur für uns, liebevoll vorbereitet, stimmig dekoriert, ruhig. Es war der letzte gemeinsame Abend der Gruppe. Es wurde viel gesprochen, viel gelacht, manches reflektiert. Kein grosses Fazit, kein offizieller Abschluss – sondern ein gemeinsames Innehalten.



Es fühlte sich rund an. Und gleichzeitig offen. Denn wir wussten: Die Reise war noch nicht ganz zu Ende. Aber dieser Abend markierte etwas Besonderes – einen Übergang.



Tag 7 – Vom Gipfelblick zurück in die Stadt


Historische Zahnradbahn am Stanserhorn

Der letzte Tag begann nochmals mit einem echten Highlight: dem Stanserhorn. Schon die Anreise war besonders. Zuerst stiegen wir in eine historische Zahnradbahn ein – offen, nostalgisch, mit diesen alten Karton-Tickets, die man heute kaum mehr sieht.

Retro Fahrkarte für die CabriO Stanserhorn-Bahn


Der Konduktor mit Kappe und Uniform wirkte fast wie aus einer anderen Zeit. Alles war hervorragend organisiert, fast schon privat. Unsere Gruppe hatte einen eigenen Slot, kein Gedränge, kein Stress – nur Vorfreude.


Oben angekommen wechselten wir zur berühmten CabriO-Gondel. Offen, luftig, leicht – ein Gefühl, das man kaum beschreiben kann. Der Blick öffnete sich langsam, mit jeder Höhenmeter mehr Weite, mehr Licht, mehr Luft.

Oben angekommen wechselten wir zur berühmten CabriO-Gondel. Offen, luftig, leicht – ein Gefühl, das man kaum beschreiben kann. Der Blick öffnete sich langsam, mit jeder Höhenmeter mehr Weite, mehr Licht, mehr Luft.

GabriO-Bahn aufs Stanserhorn

Auf dem Gipfel war unglaublich viel geboten: Alphornbläser, die den Moment perfekt untermalten, Murmeltiere, die sich zwischen den Steinen zeigten, und zahlreiche Informationsstationen, die zum Entdecken einluden. Es gab kleine Wege, kurze Spaziergänge, unterschiedliche Perspektiven – kein Punkt, den man „abarbeiten“ musste. Wer wollte, konnte einfach sitzen, schauen, fotografieren oder im Restaurant einkehren. Dieser Ort hatte Raum. Und genau das machte ihn so besonders.


Nach diesem intensiven, aber erstaunlich entspannten Morgen ging es weiter Richtung Luzern. Der Kontrast zur Bergwelt war wohltuend. Die Stadt empfing uns mit perfektem Wetter, lebendig, aber nicht hektisch. Wir schlenderten durch die Gassen, fotografierten die berühmte Kapellbrücke, das Wasser, die Fassaden – klassische Motive, die trotzdem immer wieder funktionieren, wenn man sich Zeit nimmt. Und genau die hatten wir.



Es war dieser seltene Luxus einer Reise: kein Zeitdruck, kein Gefühl, „noch etwas sehen zu müssen“. Stattdessen ein ruhiges Ankommen in der Stadt, Gespräche, Lachen, letzte Bilder.


Auf dem Rückweg Richtung Zürich legten wir noch einen Halt beim Dolder Grand ein. Einige Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, das Hotel von innen zu erkunden – beeindruckt von Architektur, Atmosphäre und dieser besonderen Ruhe über der Stadt. Ein letzter, sehr passender Akzent zum Abschluss.



Zurück bei der Allegra Lodge kam dann der Moment des Abschieds. Umarmungen, letzte Gespräche, Dankbarkeit – und auch ein wenig Wehmut. Nach so intensiven Tagen war aus einer Gruppe Fremder etwas Vertrautes geworden.


Es war einer dieser Abschiede, bei denen man weiss: Das war nicht einfach eine Reise. Das war eine gemeinsame Erfahrung.


Unfassbar, wieviel wir in dieser kurzen Zeit von meiner Heimat Schweiz gesehen und erlebt haben.


Schauen wir uns die gesamte Tour nochmals auf der Karte an.
    Gesamte Reiseroute der Photo Tour Switzerland
Gesamte Reiseroute der Photo Tour Switzerland

Diese Reise war kein Abhaken von Orten. Sie war eine bewusst kuratierte Erfahrung – mit Raum für Fotografie, Gespräche, Stille und echte Momente.


Photo Tour 2027


Die Photography Switzerland Tour wird 2027 erneut stattfinden. Mit demselben Anspruch, derselben Haltung und bewusst limitierten Plätzen, um Tiefe und Qualität zu bewahren.




Du möchtest die Reise von Anfang an lesen? Teil 1 der Photography Switzerland Tour


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